Hier findest du häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Begehren auf einen Blick:

Ich nutze hauptsächlich mein Auto – warum sollte ich trotzdem unterstützen?

Ein attraktiver ÖPNV sorgt für weniger Stau und eine bessere Verkehrsführung in der Stadt. Auch Autofahrer profitieren von einem ausgeglichenen Mobilitätsmix. Alle, die Bus, Bahn, Fähre, Bergbahn oder MOBIBike fahren, machen Platz im Stadtraum.

Warum ist das auch für Unternehmen wichtig?

Ein gut ausgebautes Verkehrsnetz ist ein entscheidender Faktor für eine attraktive Standortwahl. Es unterstützt Fachkräfte, erleichtert den Kundenverkehr und sorgt für eine stabile Wirtschaft.

Wie profitieren Familien, Schüler und Studierende?

Sicherheit, Verlässlichkeit und Flexibilität im Alltag hängen für viele junge Menschen vom ÖPNV ab. Kürzungen schränken ihre Möglichkeiten und die Unabhängigkeit erheblich ein.

Wie trifft das Senioren und Menschen mit Behinderungen?

Weniger Verbindungen und überfüllte Fahrzeuge erschweren ihre Mobilität massiv. Ein barrierefreier Nahverkehr ist unverzichtbar für ihre Teilhabe.

Wie ist MOBIBike in Dresden organisiert?

MOBIBike ist das Fahrradverleihsystem in Dresden und wird im Auftrag der der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG) von der Nextbike AG betrieben. Es ist eine Initiative zur Förderung nachhaltiger Mobilität in der Stadt. Nutzer können per App Fahrräder an zahlreichen Stationen ausleihen und zurückgeben. Die Finanzierung erfolgt durch eine Kombination aus Nutzungsgebühren, öffentlichen Fördermitteln und Investitionen der DVB AG.

Wie sind die Leihroller in Dresden organisiert?

Leihroller in Dresden werden von der Firma Lime SE zur Verfügung gestellt. Diese E-Scooter können über eine App ausgeliehen und an beliebigen, freigegebenen Parkzonen in der Stadt abgegeben werden. Die Finanzierung erfolgt durch Lime selbst. Der Anbieter hat mit der Landeshauptstadt Dresden eine Vereinbarung getroffen, um die Nutzung und den Betrieb der Leihroller zu regeln, wobei die Kosten durch Ausleihgebühren gedeckt werden.

Wie ist das Carsharing in Dresden organisiert?

Das Carsharing in Dresden wird hauptsächlich von Anbietern wie teilauto sowie Carl und Carla organisiert. Das sind völlig eigenständige privatwirtschaftliche Unternehmen. Deren Fahrzeuge können per App oder über Online-Portale gemietet werden. Sie sind an verschiedenen Punkten in der Stadt verteilt und bieten den Nutzern flexible, umweltfreundliche Mobilitätsoptionen. Die Finanzierung erfolgt rein über Mietgebühren. Die Anbieter schließen Kooperationen mit der Stadtverwaltung, öffentlichen Gesellschaften sowie Grundstückseigentümern, um gut gelegene Stellplätze für die Fahrzeuge sowie gemeinsam die Ladeinfrastruktur zu entwickeln.

Wer finanziert die genannten Mobilitätsangebote?

Die Finanzierung der verschiedenen Mobilitätsangebote erfolgt größtenteils durch die privaten Anbieter selbst über die Einnahmen aus den Nutzungsgebühren. Öffentliche Gelder fließen in Form von Fördermitteln und Subventionen, die dazu dienen, die Nutzung nachhaltiger Mobilität zu fördern und infrastrukturelle Maßnahmen zu unterstützen. Dies geschieht im Rahmen von Stadtentwicklungs- und Verkehrsförderungsprogrammen, die von der Stadtverwaltung und anderen öffentlichen Institutionen bereitgestellt werden. Im Falle von teilauto gibt es eine Werbekooperation mit der DVB AG, die den DVB-Abonnenten kostengünstigen Zugang zum Carsharing gewährt. Dafür zahlen die Abonnenten jedoch auch einen etwas höheren Preis für ihr Abo.

Warum ist ein 12-Minuten-Takt in Dresden so viel schlechter als der 10-Minuten-Takt?

Ein 12-Minuten-Takt in Dresden ist aus mehreren Gründen schlechter als der 10-Minuten-Takt:

Verschlechterung von Anschlüssen: Bei einem 12-Minuten-Takt können Anschlussverbindungen weniger zuverlässig sein, da sie weniger synchronisiert sind als bei einem 10-Minuten-Takt, wodurch Umstiege schwieriger werden. Insbesondere der Umstieg zu S-Bahnen und Buslinien am Stadtrand wird so erschwert.

Weniger Kapazität pro Stunde: Durch den längeren Abstand zwischen den Fahrten im 12-Minuten-Takt können weniger Fahrgäste pro Stunde befördert werden, was insbesondere in Stoßzeiten zu Kapazitätsproblemen und schlechterer Beförderungsqualität führt.

Längere Wartezeiten: Im 12-Minuten-Takt müssen Fahrgäste durchschnittlich 6 Minuten warten, während sie im 10-Minuten-Takt nur 5 Minuten warten müssen. Das erhöht die Unannehmlichkeit für Pendler und Nutzer des ÖPNV.

Geringere Flexibilität: Der 10-Minuten-Takt bietet deutlich mehr Flexibilität, insbesondere für spontane Fahrten. Mit einem 12-Minuten-Takt ist das Angebot weniger häufig, was die Nutzung des ÖPNV unattraktiver macht.

Wahrnehmung von Servicequalität: Ein 10-Minuten-Takt wird als schneller und kundenfreundlicher wahrgenommen. Ein 12-Minuten-Takt kann hingegen den Eindruck erwecken, dass der ÖPNV langsamer und weniger zuverlässig ist.

Insgesamt führt der 12-Minuten-Takt zu einer schlechteren Servicequalität und weniger Effizienz im Vergleich zum 10-Minuten-Takt, was den öffentlichen Nahverkehr weniger attraktiv macht.

Warum sollte man das Verkehrsangebot nicht am Stadtrand kürzen? Da fahren ja gar nicht so viele mit!

Auch wenn das Verkehrsaufkommen am Stadtrand weniger intensiv ist, sollte das Verkehrsangebot dort nicht gekürzt werden, aus folgenden Gründen:

Zugang zur Mobilität: Für viele Menschen am Stadtrand ist der öffentliche Verkehr die einzige Möglichkeit, zur Arbeit, zur Schule, zu Arztterminen oder zu anderen wichtigen Zielen zu gelangen. Eine Kürzung würde diese Mobilität stark einschränken.

Vermeidung von Isolation: Besonders für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Menschen ohne Auto kann eine reduzierte Anbindung zu sozialer Isolation führen, da sie auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Verkehrswende und Umweltschutz: Der öffentliche Nahverkehr am Stadtrand ist ein wichtiger Teil der Verkehrswende. Eine gute Anbindung auch in weniger dicht besiedelten Gebieten fördert die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und trägt dazu bei, den Individualverkehr und damit die CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Wachstumsgebiete: Auch wenn heute weniger Menschen in den Stadtrandgebieten unterwegs sind, gibt es dort oft Potenzial für Wachstum und Entwicklung. Eine gute Anbindung fördert die Ansiedlung von Unternehmen, neuen Wohngebieten und verbessert die Lebensqualität für die Menschen, die dort leben.

Erreichbarkeit und Umsteigemöglichkeiten: Die Anbindung des Stadtrandes an das zentrale Verkehrsnetz ist entscheidend, um eine flächendeckende Mobilität zu gewährleisten. Eine gute Anbindung an wichtige Knotenpunkte sorgt dafür, dass Menschen in Randgebieten bequem auf zentrale Verkehrslinien umsteigen können, ohne unnötig lange Fahrtzeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Insgesamt sorgt eine flächendeckende, auch am Stadtrand gut organisierte Verkehrsanbindung für eine gerechte, umweltfreundliche und zukunftsfähige Mobilität in der gesamten Stadt.

Warum sollte man das Verkehrsangebot von Bus & Bahn nicht kürzen? Die öffentlichen Kassen sind doch leer!

Auch wenn die öffentlichen Kassen angespannt sind, sollte das Verkehrsangebot von Bus, Bahn, Fähren, Bergbahnen & MOBI keinesfalls gekürzt werden, aus folgenden Gründen:

Essentielle Infrastruktur: Der öffentliche Nahverkehr ist eine grundlegende Infrastruktur, die für die tägliche Mobilität von Millionen von Menschen unverzichtbar ist. Ein Wegfall oder eine Kürzung würde nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch die soziale Teilhabe vieler Bürger, insbesondere von Menschen mit geringem Einkommen, älteren Personen oder Menschen mit Behinderungen.

Langfristige Kosteneinsparungen: Auch wenn die öffentlichen Kassen momentan knapp sind, sorgt eine gute und effiziente Nahverkehrsinfrastruktur langfristig für Kosteneinsparungen in anderen Bereichen, wie etwa Gesundheitskosten durch weniger Luftverschmutzung oder durch die Förderung eines gesunden Lebensstils, und steigert die Lebensqualität in Städten.

Verkehrswende: Um die Klimaziele zu erreichen und die Städte lebenswert zu gestalten, muss der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr vorangetrieben werden. Kürzungen im Bus- und Bahnangebot würden diesen Prozess zurückwerfen und den Druck auf die Umwelt weiter erhöhen.

Wirtschaftliche Auswirkungen: Ein gut funktionierender Nahverkehr fördert die Wirtschaft, indem er den Zugang zu Arbeitsplätzen und Dienstleistungen erleichtert.

Vermeidung von Staus und Luftverschmutzung: Kürzungen des Nahverkehrs würden zu einer höheren Nutzung des Autos führen, was wiederum zu mehr Staus, Luftverschmutzung und Lärmemissionen führen würde. Der öffentliche Verkehr ist eine kostengünstigere und umweltfreundlichere Lösung.

Verlässlichkeit für Bürger: Ein funktionierender und verlässlicher öffentlicher Verkehr ist entscheidend für das Vertrauen der Bürger in die kommunale Verwaltung. Kürzungen können das Vertrauen in die öffentliche Daseinsvorsorge untergraben und den Eindruck erwecken, dass grundlegende Bedürfnisse der Bevölkerung weniger wichtig sind.

Kürzungen im Verkehrsangebot führen also zu weitreichenden negativen Folgen für Umwelt, Wirtschaft und die Lebensqualität der Bürger. Stattdessen sollten Investitionen in den ÖPNV als langfristige Maßnahme für eine nachhaltige und gerechte Stadtentwicklung betrachtet werden.

Wer steht hinter dem Bündnis „Mobilität für Alle“?

Das Bündnis „Mobilität für alle“ vereint Organisationen, Initiativen und Unterstützer aus der Mitte der Gesellschaft, die sich gemeinsam für den Erhalt und Ausbau des Mobilitätsangebots in Dresden einsetzen. Alle Mitglieder und Unterstützer bleiben dabei parteipolitisch unabhängig und eigenständig. Das Bündnis ist offen für weitere Verbände, Initiativen sowie politische Unterstützung. Gemeinsam stehen wir für eine zukunftsfähige, gerechte und nachhaltige Mobilität für alle. Eine Auflistung unserer Mitglieder und Unterstützer finden Sie unter https://mobilitaet-fuer-alle-dd.de/ueber-uns/

Du hast weitere Fragen, die hier nicht beantwortet werden? Kontaktiere uns unter kontakt@mobilitaet-fuer-alle-dd.de – gemeinsam für eine starke, zukunftssichere Mobilität in Dresden!